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Aufhübschung des BLN durch eine Problemlösung – Umfahrung Eglisau braucht Ihre Unterstützung!

Eine Verbesserung der heutigen Situation kommt nicht nur den Einwohnerinnen und Einwohnern aus Eglisau zu Gute, sondern auch der Natur, dem Ortsbild und dieser ganzen Region des Hochrheins. Doch damit wir eine Verschönerung erreichen, müssen alle mitmachen.

Stau und Lärm einer langsamen Autokolonne auf einem Korridor durch ein heimatgeschütztes Städtchen, drei enge Kurven, Steigung und Gefälle. So präsentiert er sich, der Schlauch der Kantonsstrasse über die heutige Strassenbrücke Eglisau, auf welcher jeden Morgen und am Abend in der Gegenrichtung Pendlerverkehr ächzt, während dem ganzen Tag Kieslastwagen und auch abends und nachts kommt die Achse nie ganz zur Ruhe. 22’000 Fahrzeuge pro Tag sind zu viel für diese Strecke. So lassen sich heute weder die wunderschöne Landschaft noch das schmucke Städtchen richtig geniessen. Wir blicken von der Eglisauer Rheinpromenade aus Richtung der beiden heutigen Steinbogenbrücken, und immerfort brummt es und ein farbiges Blechdach nach dem anderen saust über die Brücke.

Logisch, als Einwohnerin oder Einwohner des Rafzerfeldes leidet man vor allem auch an den Wartezeiten, die der Verkehr generiert, wenn man den Rhein überqueren möchte, auf dem Arbeitsweg oder zum Zahnarzt, in den Spital, ins Schuhgeschäft oder ins Kino. Manchmal, bei einem Unfall, steht man eine Stunde, oft am Morgen und Abend eine halbe Stunde. Selbst die Bäckerei ist auf der Südseite der Brücke. Es gibt also handfeste, wirtschaftliche Gründe, die nach einer Verbesserung der Situation schreien. Eine besser getarnte und effiziente Strasse muss den Rhein überqueren.

Es liegt nun – im unten eingebetteten Video wird sie vorgestellt – von über 40 Varianten nach über 40 Jahren (Geschichte der Umfahrung Eglisau) wirklich die beste und schönste Brücke und Streckenführung für die ersehnte Umfahrung Eglisau vor.

Und nun zurück zur Natur: Ausser gerade bei der Brücke ist die neue Strasse versteckt im Boden. Doch das Gebiet, durch das sie führt, liegt im Bundesinventar für Landschaften und Naturdenkmäler (BLN). Das Objekt 1411 Untersee-Hochrhein umfasst 12’578 Hektaren. Insgesamt wohl nicht einmal ganz eine davon wird schliesslich durch die Umfahrung überstellt. Doch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission, welche die Verletzung des Schutzobjektes beurteilen muss, hat deshalb, logisch, die Verletzung des Schutzobjektes festgestellt.
Das ist nicht gut. Denn wenn jemand gegen die neue Brücke klagt, Einsprache macht, die Umfahrung Eglisau vor Gericht zieht, könnte Folgendes gewichtet werden: In der Regel dürfen Schutzziele in BLN-Objekten nur verletzt werden, wenn nationale Interessen vorliegen. Und ich glaube, da sind wir uns einig: Wir wollen in erster Linie ein Problem lösen und keine Nationalstrasse, die noch mehr Verkehr anzieht.

Aber warum sollte jemand gegen die Eglisau Umfahrung sein? Nun, da habe ich auch Mühe mit dem Verständnis. Ich glaube, wenn man die Zusammenhänge gut erklärt, dann müssten eigentlich auch Grüne, Grünliberale, Naturschützerinnen und Naturschützer zu gewinnen sein. Ich probiere es mit folgendem Ansatz: Die kleine Ecke, des riesigen BLN-Gebietes, von der wir reden, war schon verunstaltet, bevor sie überhaupt BLN wurde. Ein altes Industriegebiet ragt in den Wald, gerade in der Nähe der künftigen Brücke, der Waldrand ist dem Kiesabbaugebiet angepasst, dreihunder Meter weiter westlich davon gräbt ein deutsches Kieswerk eine tiefe Schneise in denselben Wald – direkt einsehbar von der Gemeinde Hüntwangen. Klar, die Grenzen des BLN wurden um das Industriegebiet herum, dem Waldrand entlang und auch nicht über die Landesgrenze gezogen: Aber macht das Sinn? Macht es Sinn, eine Verschönerung des Ganzen zu verhindern, nur weil man einen Teil nicht baulich berühren darf?

Die Anwohnerinnen und Anwohner haben es schon lange erkannt: Es braucht nun nicht ein „wir bewegen nichts mehr in diesem Gebiet“ – sondern im Gegenteil, eine Verschönerung. Eine zusammenhängende Planung der ganzen Geländekammer. Unser Erbe an die nächste Generation soll nicht aus zufälligen Löchern, Industrie und einem Stau- und Lärmkorridor bestehen, sondern eine geplante, zusammenhängende Naturlandschaft mit Naturschutzgebieten sein.

Da gehört doch auch mit dazu, dass man eine intelligentere Verkehrslösung findet, als der heutige Korridor. Und was will man mehr, als den Wald dazu untertunneln und eine architektonisch schöne Brücke. Und eine Flaniermeile für Fahrräder, Kinderwägen und den kleinen Ortsverkehr, dort wo heute eine Blechlawine ächzt. Etwas Besseres kann der Hochrheinlandschaft nicht passieren.

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#allgemein #verkehr
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SVP Kantonsrat, Gemeindepräsident (ZH)
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